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Neuer Erlkönig von BMW?

Verantwortlicher Autor: Joachim Scheuermann Bamberg, 09.09.2019, 15:06 Uhr
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BMW-Erlkönig
BMW-Erlkönig  Bild: Joachim Scheuermann

Bamberg [ENA] Wer vor kurzem als Fußgänger oder auch als Autofahrer in Bamberg unterwegs war, dem bot sich die Gelegenheit einen sogenannten Erlkönig der besonderen Art in Augenschein zu nehmen. Dieser Erlkönig wurde am Bahnhof vorbei durch die Innenstadt gefahren.

BMW bezeichnet selbst ihre eigenen Erlkönige als Meister der Tarnung. Prototypen neuer Autos sollen „geheim“ bleiben bis zur großen Show auf einer Internationalen Automobilmesse. Hierfür wird ein sogenanntes Dazzle-Muster verwendet, das auf die Tarnung englischer Kriegsschiffe im I. WK zurückgeführt wird. Die Autojournalisten Wieselmann und Oswald waren die ersten, die in den 50-er Jahren Erprobungsfahrzeuge unter der Rubrik „Erlkönige“ in dem Magazin „auto, motor und sport“ veröffentlichten.

Erst bei der Sicht auf das Heck des Erlkönigs werden die wirklichen Neuerungen ersichtlich. Betrachtet sich der interessierte Autofahrer den Erlkönig genauer, so fällt dem Aufmerksamen auf, dass am Heck oberhalb der Abgasrohre - von denen es vier gibt, je zwei auf jeder Seite - ein eiförmiges Gitter in die Karosserie eingelassen ist. Geht man von den technischen Gegebenheiten aus, ergeben diese Gitter am Heck bei Frontmotoren keinen Sinn. Schlussfolgernd bedeutet dies, das Cabriolet - von den Abmessungen der 7er Limousine entsprechend - ist mit einem Mittelmotor ausgerüstet. Technisch sind solche Gitter für die Luftansaugung notwendig.

Welche anderen Informationen können wir noch aus der Karosserie gewinnen? Geht man von den verfügbaren BMW-Motoren aus, so ist der Erlkönig mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem V-12 Zylindermotor ausgerüstet. Damit ein Unterschied zur Konkurrenz aus Untertürkheim oder Ingolstadt besteht, wäre der V-12 als Biturbo mit doppelter Ladeluftkühlung ausgeführt. Ob der bis 2016 offiziell gebaute V-12 in einer leistungsstärkeren Variante oder ein aus dem V-8 abgeleiteter V-12 eingebaut wird, kann dem äußeren Design des Cabriolets nicht entnommen werden.

Falls sich BMW dazu entschlossen haben könnte den Maßstab höher zu setzen, könnte der V-12 aus dem N63 B44A einem V-8 Motor abgeleitet worden sein. Der Hubraum betrüge in diesem Fall 7, 4 Liter. Das Wichtigste für die Beschleunigung des Fahrzeugs ist das vom Motor abgegebene Drehmoment und bei welcher Drehzahl dieses zur Verfügung steht. Folgt man nun den technischen Eckdaten, so kann ein Drehmoment von ca. 450 Nm bei ca. 2.400 bis 3.200 1/min und eine maximale Leistung von wenigstens 500 kW bei 6.500 1/min auf die Straße gebracht werden. Ob für die Leistungsübertragung ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausreicht, kann von außen nicht beurteilt werden. Hierfür ist ein Blick unter die Karosserie vonnöten.

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