Freitag, 18.10.2019 03:13 Uhr

Johnson und Trump sind sehr ähnlich

Verantwortlicher Autor: berlingpress Berlin, 04.09.2019, 20:23 Uhr
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Berlin [ENA] Nun hat auch Europa seinen Trump. Dieser heisst Johnson und ist Premierminister des Königreiches England. Ein Brexit-Befürworter der ersten Stunde. Er geht sogar soweit, und schickt das Unterhaus in Zwangsurlaub, damit ihm keiner seinen Zwangsausstieg aus der EU vermiesen kann. Dabei ist genau das, das was die wenigsten Briten mittlerweile wollen. Wohin soll dieser Weg England führen?

Einen Ausstieg aus der EU ist ja noch ok, aber einen Brexit ohne Abkommen wie Johnson will, ist der Super-Gau. Und das nicht nur für England. Ein Brexit ohne Abkommen teilt die gesamte EU. Nicht nur, dass Irland getrennt wird, nein, auch die dann Nicht-EU-Bürger werden teilweise von ihren Familien getrennt. Natürlich leidet auch die Wirtschaft darunter. Alle derzeit im restlichen Europa lebenden Briten benötigen dann wieder eine Arbeitserlaubnis und umgekehrt. Dazu die Wiedereinführung der Ausweisspflicht und Kontrolle an der britischen Grenze und viele andere kleine Dinge, die davon betroffen sind. Das Größte aber, ist die Zwangsbeurlaubung des britischen Kabinettes.

Damit stellt Johnson sicher, dass ihm von dieser Seite keine Gefahr droht. Obwohl immer gesagt wird, nach dem Zwangsurlaub ist immer noch genug Zeit, mit ihm den Brexit zu besprechen. Das mag ja so stimmen, aber es ist nicht mehr genug Zeit, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Und genau das macht den Brexit so gefährlich. Zumal es jeden Tag Demonstrationen Kontra dem Brexit gibt. In denen wird Johnson mit Hitler verglichen und als Diktator hingestellt. Die Demonstranten in London sind einhelliger Meinung, dass Johnson die Demokratie in England mit den Füßen tritt und seinen harten Kurs um jeden Preis durchziehen will. Und genau das, ist was die meisten Menschen in England nicht wollen.

Sie haben zwar im ersten Referendum dafür gestimmt, aber dies war aus einer sehr aggressiven Stimmung und Lage heraus. Damals wollten alle aus der EU. Heute sind noch die wenigsten dafür. Und genau diesen Zustand will Johnson mit der Beurlaubung stoppen. Denn auch im Parlament hat er mittlerweile viele Anti-Brexit-Befürworter. Damit dieser Zwangsurlaub durch geht, musste er sich die Genehmigung der Queen holen. Diese hat dem zugestimmt, da sie eh nichts davon hat ob es ein EU mit England oder ohne England gibt. Die Gefahr die noch besteht, ist, dass es mehrere Staaten gibt, die Englands Beispiel folgen könnten und die EU ebenfalls verlassen könnten.

Dass wäre dann das Ende für ein vereintes Europa. Mittlerweile gibt es auch schon Gerichtsverfahren gegen die Zwangsbeurlaubung. Wir sind gespannt, wo dieser Weg hinführt. Fakt ist, Europa hat nun auch seinen Trump, der mit allen Mitteln seinen Willen durchsetzen will. Die Menschen im einzelnen sind da nicht wichtig. Es zählt sein Wille. Und damit sind wir wieder bei den Diktatoren und ihrer Politik.

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